Die Situation der freiberuflichen Hebammen in Bayern ist seit Jahren angespannt. Hohe Haftpflichtkosten, zunehmende Bürokratie und wirtschaftlich kaum tragfähige Rahmenbedingungen gefährden eine wohnortnahe, persönliche Geburtshilfe – insbesondere im ländlichen Raum.
Was Hebammen seit Langem benennen, wurde in den vergangenen Wochen erneut deutlich: Es braucht politische Aufmerksamkeit, klare Ansprechpartnerinnen und konkrete Veränderungen.
Genau hier setzt unser Engagement an.
Der Runde Tisch: Zuhören, verstehen, handeln
Auf Initiative der Frauenunion Wemding fand ein Runder Tisch mit Hebammen aus der Region statt. Ziel war es nicht, vorgefertigte Lösungen zu präsentieren, sondern zunächst zuzuhören und die realen Herausforderungen aus erster Hand zu erfassen.
Deutlich wurden unter anderem:
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Haftpflichtkosten von rund 14.000 Euro jährlich
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kaum noch umsetzbare 1:1-Betreuung
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hohe Dokumentations- und Abrechnungslasten
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strukturelle Nachteile freiberuflicher Hebammen bei Kursangeboten
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fehlende zentrale Anlaufstellen auf Landkreisebene
Diese Gespräche waren die Grundlage für die nächsten politischen Schritte.
Claudia Marb: Türen öffnen und Verantwortung übernehmen
Die amtierende stellvertretende Landrätin und Landratskandidatin Claudia Marb hat unmittelbar reagiert – nicht mit Ankündigungen, sondern mit konkreten Maßnahmen:
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Öffnung der Türen ins Landratsamt für die Anliegen der Hebammen
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Organisation einer festen Ansprechpartnerin innerhalb der Verwaltung
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Einberufung eines Runden Tisches mit Vertreterinnen und Vertretern des Landratsamts, um Zuständigkeiten zu klären und Lösungswege zu erarbeiten
Damit wurde ein entscheidender Schritt getan: Hebammen wurden nicht länger von Stelle zu Stelle verwiesen, sondern erhielten Gehör auf Verwaltungsebene.
Claudia Marb machte dabei deutlich:
Geburtshilfe gehört in die Mitte unseres Landkreises – und sie braucht verlässliche Strukturen.
Parteitag der CSU: Antrag der Frauen Union Bayern angenommen
Parallel zu den regionalen Gesprächen brachte die Frauenunion Bayern das Thema auf Landesebene ein. Auf dem CSU-Parteitag wurde ein Antrag eingebracht, der die CSU-Landtagsfraktion auffordert, erneut in Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen einzutreten, um die Rahmenbedingungen für Hebammen spürbar zu verbessern.
Der Antrag wurde angenommen.
Das ist ein wichtiges Signal:
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Die Problemlage der Hebammen wird parteiübergreifend anerkannt.
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Es besteht politischer Wille, bestehende Verträge und Vergütungsmodelle erneut zu überprüfen.
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Die Verbindung zwischen kommunaler Ebene, Landespolitik und Bundesrahmen wird aktiv gesucht.
Unser Anspruch: Vernetzung statt Einzelkämpfe
Was diese Entwicklungen verbindet, ist ein gemeinsamer Ansatz:
Hebammen brauchen keine symbolische Wertschätzung, sondern strukturelle Entlastung. Das gelingt nur, wenn kommunale Verwaltung, Landespolitik und Fachverbände zusammenarbeiten.
Die Frauenunion versteht sich dabei als verbindendes Element:
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zwischen Praxis und Politik
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zwischen Betroffenen und Entscheidungsträgern
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zwischen kommunaler Verantwortung und landespolitischem Einfluss
Fazit: Erste Schritte – und ein klarer Auftrag
Der Parteitag und die bisherigen Maßnahmen zeigen: Engagement wirkt, wenn es konsequent und sachlich geführt wird.
Die Türen sind geöffnet, Gespräche laufen, politische Prozesse wurden angestoßen.
Jetzt gilt es, dranzubleiben:
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die Ergebnisse der Runden Tische auszuwerten
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weitere Unterstützungsoptionen auf Landkreisebene zu prüfen
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und die Verhandlungen auf Landesebene aufmerksam zu begleiten
Geburtshilfe ist keine Randnotiz – sie ist Teil der gesundheitlichen Daseinsvorsorge. Dafür setzen wir uns ein. Gemeinsam. Klar. Verlässlich.
